Wie lange halten Implantate?
Weltweite Studien in den letzten 30 Jahren haben bewiesen, dass zylinderförmige Implantate heute eine sehr hohe Lebensdauer aufweisen können. Dies steht allerdings im direkten Zusammenhang mit den anatomischen Voraussetzungen, wie Stärke und Beschaffenheit des Knochengewebes und allgemeinem Gesundheitszustand des Patienten. Der nächste, extrem wichtige Faktor, ist die perfekte Pflege und das Einhalten von regelmäßigen Kontrollterminen durch den Implantatträger. Eine dreiteilige, konventionell gefertigte Brücke, keramisch verblendet, kann im Vergleich dazu, bei guter Pflege ebenfalls eine gute Tragedauer gewährleisten.
Warum Implantate?
Zuerst einmal denkt man beim Thema Implantate an Prothesenträger. Prothesen, die an Implantaten temporär befestigt werden können ermöglichen, dem Träger ein wesentlich kräftigeres Zubeissen,eine viel größere Sicherheit im Alltag und damit erheblich mehr an Lebensqualität. Dies ist sicherlich die bekannteste, wenn auch unter heutigen Gesichtspunkten moderner Implantologie, beinahe schon wieder unwesentlichste, da Standard - Einsatzmöglichkeit für Implantate.
Anhand einer Naturkatastrophe der Vergangenheit läßt sich ein wichtiger Faktor für Implantate sehr gut erklären: Vor ein paar Jahren veränderte ein tragisches Ereignis das Leben vieler Menschen im italienischen Aosta Tal. Ein Erdrutsch begrub ein ganzes Dorf unter sich. Dies konnte jedoch nur geschehen, - wie übrigens Wissenschaftler schon lange vorher prophezeiten-, weil der natürliche Baumbestand am Berg größtenteils zum Wohle moderner Freizeitindustrie und Fremdenverkehr entfernt wurde. Wie die Wurzeln eines Baumes den Hang vor Erosion und Abrutsch bewahren, bewahren die Zahnwurzel bzw. Implantate den Kieferkamm nach Zahnverlust vor Rückbildung und Auflösung und damit weiterer Folgeschäden für das Restgebiss. Implantate sind also grundsätzlich ein Ersatz für verloren gegangene Zähne. Dabei spielt es keine Rolle ob im vorderen oder hinteren Bereich des Gebisses Lücken versorgt werden. Als Alternative bei Zahnverlust bleibt eine Brücke über die Lücke. Dafür müssen im gegebenen Fall eventuell gesunde Zähne als “ Brückenpfeiler ” beschliffen werden.
Die Implantation und ihre Risiken:
Die Implantation selbst ist nicht schmerzhafter als das Ziehen eines Zahnes. Heute gängige Implantate haben eine Zylinderform. Sie gleichen somit der natürlichen Zahnwurzel und werden extrem gewebefreundlich und schonend in den Kiefer eingebrach.
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